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Welches Magnesium ist das beste? Alle Formen im Vergleich
Für die meisten Menschen ist Magnesiumbisglycinat die beste Magnesiumform. Es hat eine der höchsten Bioverfügbarkeiten (bis zu 40 bis 50% besser als Magnesiumoxid) und ist am besten verträglich, weil es anders als viele andere Formen praktisch nicht abführend wirkt.
Welches Magnesium ist das beste? Alle Formen im Vergleich
Für die meisten Menschen ist Magnesiumbisglycinat die beste Magnesiumform. Es hat eine der höchsten Bioverfügbarkeiten (bis zu 40 bis 50% besser als Magnesiumoxid) und ist am besten verträglich, weil es anders als viele andere Formen praktisch nicht abführend wirkt. Magnesiumcitrat ist eine gute, oft günstigere Alternative, ein Magnesium-Komplex deckt mehrere Formen auf einmal ab. Dieser Vergleich zeigt alle wichtigen Magnesiumformen nach Bioverfügbarkeit und Verträglichkeit, mit klarer Empfehlung für jedes Ziel, plus die richtige Dosierung und Einnahme.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung. Bei eingeschränkter Nierenfunktion oder regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte die Magnesium-Supplementierung ärztlich abgestimmt werden.
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Aktualisiert: Juni 2026
- Die Magnesiumformen im Schnellüberblick
- Warum die Form über die Qualität entscheidet
- Magnesiumbisglycinat: Die beste Allround-Wahl
- Magnesiumcitrat: Gut und günstig, aber mit Vorbehalt
- Magnesiumoxid, Malat und Threonat im Kurzcheck
- Magnesium-Komplex: Mehrere Formen kombiniert
- Achtung: Elementarer Magnesiumgehalt und Überdosierung
- Wann und wie viel Magnesium einnehmen?
- Magnesiummangel: Symptome und Wechselwirkungen
- Häufige Fragen (FAQ)
Die Magnesiumformen im Schnellüberblick
Magnesium ist nicht gleich Magnesium. Das reine Mineral muss immer an einen Trägerstoff gebunden sein, und genau diese Bindung entscheidet über Aufnahme und Verträglichkeit. Hier alle wichtigen Formen im Überblick:
| Form | Bioverfügbarkeit | Verträglichkeit | Bewertung |
|---|---|---|---|
| Bisglycinat (Glycinat) | Sehr hoch | Exzellent, nicht abführend | Beste Allround-Wahl |
| Citrat | Hoch | Gut, kann abführen | Gut & günstig |
| Malat | Hoch | Gut | Gut, oft in Komplexen |
| L-Threonat | Hoch | Gut | Speziell (Gehirn), teuer |
| Oxid | Niedrig | Kann stark abführen | Günstig, schlecht aufnehmbar |
Warum die Form über die Qualität entscheidet
Der entscheidende Punkt bei Magnesium ist nicht die Marke, sondern die chemische Form. Sie bestimmt zwei Dinge: wie viel Magnesium der Körper tatsächlich aufnimmt (Bioverfügbarkeit) und wie gut man es verträgt.
Der Mechanismus dahinter: Anorganische Salze wie Magnesiumoxid lösen sich im Darm auf, und das freie Magnesiumion konkurriert mit anderen Mineralien um die Transporter in die Darmzellen. Chelat-Formen wie Bisglycinat funktionieren anders: Hier ist das Magnesium an die Aminosäure Glycin gebunden, und das ganze Molekül wird über einen effizienteren Peptid-Transporter (PepT1) aufgenommen, denselben Kanal, über den auch kleine Eiweißbausteine ins Blut gelangen. Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Aufnahme und weniger unverdautes Magnesium im Dickdarm, was die abführende Wirkung minimiert.
Deshalb gilt: Ein günstiges Magnesiumoxid mag auf dem Etikett viel Magnesium versprechen, aber wenn der Körper nur einen Bruchteil aufnimmt, ist das teurer als eine gut verfügbare Form.
Magnesiumbisglycinat: Die beste Allround-Wahl
Magnesiumbisglycinat (auch Magnesium Glycinat oder Bisglycinate genannt, alles dasselbe) ist für die meisten Menschen die beste Wahl. Die Vorteile:
- Höchste Verträglichkeit: Praktisch kein Durchfall, keine Magenprobleme. Auch auf nüchternen Magen gut verträglich.
- Hohe Bioverfügbarkeit: Bis zu 40 bis 50% höhere Aufnahme als Magnesiumoxid durch die Chelat-Bindung.
- Schlaf-Bonus: Das enthaltene Glycin wirkt selbst leicht beruhigend und schlaffördernd, ideal für die Abendeinnahme.
- Ideal bei empfindlichem Magen: Wer bei anderen Formen Magen-Darm-Probleme hatte, kommt mit Bisglycinat meist problemlos zurecht.
Hinweis zu den Namen: "Bis" bedeutet zwei, also zwei Glycinmoleküle pro Magnesiumion. Magnesium Glycinat und Magnesium Bisglycinat bezeichnen dasselbe Produkt, nur unterschiedlich benannt. Beim Kauf spielt der Unterschied keine Rolle.
Empfehlung bei Bodystriker: das ESN Magnesium Bisglycinate (vegan, Made in Germany). Mehr Details speziell zu dieser Form und ihrer Schlafwirkung im ausführlichen Magnesium Glycinat Guide.
Magnesiumcitrat: Gut und günstig, aber mit Vorbehalt
Magnesiumcitrat ist Magnesium gebunden an Citrat, das Salz der Citronensäure. Es ist die beliebteste Alternative zu Bisglycinat:
- Gute Bioverfügbarkeit: deutlich besser aufnehmbar als Oxid.
- Schnell wirksam: wird zügig aufgenommen.
- Oft als Pulver: gut dosierbar, häufig mit Geschmack, ideal für alle, die keine Kapseln mögen.
- Der Vorbehalt: In höheren Dosen kann Citrat leicht abführend wirken. Wer empfindlich ist, sollte einschleichen oder auf Bisglycinat setzen.
Citrat ist eine ausgezeichnete Wahl für alle mit gutem Magen, die Pulverform bevorzugen oder auf den Preis achten. Beispiele bei Bodystriker: das Peak Magnesium Citrate Powder (mit B6 und C, fruchtige Sorten) oder das GN Magnesium Citrate (500 mg pro Portion).
Magnesiumoxid, Malat und Threonat im Kurzcheck
- Magnesiumoxid: Die günstigste Form, aber mit der niedrigsten Bioverfügbarkeit. Der Körper nimmt nur einen kleinen Teil auf, der Rest kann abführend wirken. Wird oft als billiger Füllstoff in günstigen Präparaten genutzt. Nicht die erste Wahl.
- Magnesiummalat: Magnesium gebunden an Apfelsäure (Malat). Gut bioverfügbar und verträglich, wird gerne bei Müdigkeit und für den Energiestoffwechsel eingesetzt. Findet sich oft in Komplexen.
- Magnesium-L-Threonat: Eine spezielle, teurere Form, die die Blut-Hirn-Schranke besser passieren soll und daher im Zusammenhang mit kognitiver Funktion diskutiert wird. Für die allgemeine Versorgung nicht nötig, eher ein Nischenprodukt.
Magnesium-Komplex: Mehrere Formen kombiniert
Ein Magnesium-Komplex kombiniert mehrere Magnesiumformen in einem Produkt, typischerweise Bisglycinat, Citrat, Malat und teils Oxid. Die Idee dahinter: verschiedene Formen decken verschiedene Aufnahmewege und Einsatzbereiche ab.
Vorteile:
- Breites Spektrum an Aufnahmewegen in einem Produkt
- Praktisch für alle, die sich nicht für eine Form entscheiden wollen
- Oft mit hohem elementarem Magnesiumgehalt pro Dosis
Ein Beispiel ist das Unimedica Magnesium Komplex mit fünf Magnesiumformen und 417 mg pro Tagesdosis, vegan. Ein Komplex ist eine gute Wahl für alle, die eine unkomplizierte Rundum-Versorgung suchen. Wer gezielt beste Verträglichkeit will, bleibt bei reinem Bisglycinat.
Achtung: Elementarer Magnesiumgehalt und Überdosierung
Zwei ehrliche Punkte, die viele Anbieter verschweigen:
1. Elementarer Magnesiumgehalt zählt. Auf dem Etikett steht oft eine große Zahl (z.B. "1000 mg Magnesiumbisglycinat"). Entscheidend ist aber der elementare Magnesiumgehalt, also wie viel reines Magnesium darin steckt. Bei Bisglycinat sind das oft nur rund 10 bis 20% der Gesamtmenge. Immer auf die Angabe "davon elementares Magnesium" oder "Magnesium" in der Nährwerttabelle achten, nicht auf die Verbindungsmenge.
2. Viele Präparate sind überdosiert. Unabhängige Tests, etwa von Öko-Test, haben wiederholt festgestellt, dass zahlreiche Magnesiumpräparate zu hoch dosiert sind und teils kritische Zusatzstoffe enthalten. Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, über Supplemente nicht mehr als 250 mg elementares Magnesium zusätzlich pro Tag aufzunehmen (verteilt auf mehrere Portionen). Zu viel Magnesium auf einmal führt vor allem zu Durchfall, ist bei gesunden Nieren aber selten gefährlich, da der Überschuss ausgeschieden wird.
Die Konsequenz: Nicht das höchstdosierte Produkt ist das beste, sondern das mit der passenden Menge und guten Form.
Wann und wie viel Magnesium einnehmen?
Wie viel: Als Supplement sind je nach Ziel 150 bis 400 mg elementares Magnesium täglich üblich:
| Ziel | Elementares Magnesium / Tag |
|---|---|
| Mangelprävention | 150–300 mg |
| Sportler (Schweißverlust) | 300–400 mg |
| Schlaf & Entspannung | 300–400 mg (abends) |
Wann: Magnesium kann zu jeder Tageszeit eingenommen werden. Der Abend ist oft ideal, weil Magnesium die Muskelentspannung und den Schlaf unterstützt, besonders Bisglycinat durch das Glycin. Bei potenziell abführenden Formen wie Citrat empfiehlt sich die Einnahme zu einer Mahlzeit. Wer eine hohe Dosis nimmt, verteilt sie besser auf zwei Portionen über den Tag, das verbessert Aufnahme und Verträglichkeit.
Wichtig, Wechselwirkungen: Magnesium kann die Aufnahme bestimmter Medikamente beeinträchtigen (z.B. Tetracyclin- und Fluorchinolon-Antibiotika, Bisphosphonate). Diese Medikamente mindestens 2 Stunden zeitversetzt zum Magnesium einnehmen.
Magnesiummangel: Symptome und Wechselwirkungen
Magnesium ist an über 300 enzymatischen Reaktionen beteiligt und hat viele EU-anerkannte Health Claims: normale Muskelfunktion, normales Nervensystem, normaler Energiestoffwechsel, Verringerung von Müdigkeit, normale psychische Funktion und Erhaltung normaler Knochen. Ein Mangel kann sich äußern durch:
- Muskelkrämpfe (klassisch: nächtliche Wadenkrämpfe), weil Magnesium der Gegenspieler von Calcium bei der Muskelrelaxation ist
- Muskelzucken und Verspannungen
- Müdigkeit und Erschöpfung
- innere Unruhe und Schlafprobleme
- erhöhte Reizbarkeit
Sportler haben einen erhöhten Bedarf, weil sie über den Schweiß erhebliche Magnesiummengen verlieren. Ein wichtiger Sicherheitshinweis: Bei eingeschränkter Nierenfunktion kann die Magnesiumausscheidung gestört sein, was zu einer Anreicherung führen kann. In diesem Fall unbedingt vor der Einnahme mit einem Arzt sprechen.
Häufige Fragen zu Magnesium
Welches Magnesium ist das beste?
Für die meisten Menschen ist Magnesiumbisglycinat die beste Wahl. Es hat eine sehr hohe Bioverfügbarkeit (bis zu 40 bis 50% besser als Magnesiumoxid) und ist am besten verträglich, weil es praktisch nicht abführend wirkt. Magnesiumcitrat ist eine gute, oft günstigere Alternative. Ein Magnesium-Komplex aus mehreren Formen deckt ein breites Spektrum ab. Magnesiumoxid ist am günstigsten, aber schlecht aufnehmbar.
Was ist der Unterschied zwischen Magnesium und Magnesiumcitrat?
Magnesium ist das reine Mineral, das aber immer an einen Trägerstoff gebunden sein muss, um als Supplement vorzuliegen. Magnesiumcitrat ist Magnesium gebunden an Citrat (Salz der Citronensäure). Es ist gut bioverfügbar und wirkt schnell, kann in höheren Dosen aber leicht abführend sein. Andere Formen sind Bisglycinat (beste Verträglichkeit), Oxid (günstig, schlecht aufnehmbar) und Malat.
Wann sollte man Magnesium einnehmen?
Magnesium kann grundsätzlich zu jeder Tageszeit eingenommen werden. Am Abend ist oft ideal, weil Magnesium die Muskelentspannung und den Schlaf unterstützt, besonders Magnesiumbisglycinat durch das enthaltene Glycin. Bei abführend wirkenden Formen wie Citrat empfiehlt sich die Einnahme zu einer Mahlzeit. Wichtig: mindestens 2 Stunden Abstand zu bestimmten Medikamenten wie Antibiotika oder Bisphosphonaten halten.
Wie viel Magnesium am Tag ist sinnvoll?
Die DGE empfiehlt für Erwachsene etwa 300 bis 400 mg elementares Magnesium täglich über die Gesamternährung. Als Supplement sind je nach Ziel 150 bis 400 mg elementares Magnesium üblich: 150 bis 300 mg zur Mangelprävention, 300 bis 400 mg für Sportler oder zur Schlafunterstützung. Wichtig ist der elementare Magnesiumgehalt, nicht die Gesamtmenge der Verbindung.
Welches Magnesium ist am besten verträglich?
Magnesiumbisglycinat ist die am besten verträgliche Form. Weil es als Chelat über den Peptid-Transporter aufgenommen wird und nicht osmotisch im Darm wirkt, verursacht es praktisch keinen Durchfall und keine Magenprobleme, anders als Magnesiumoxid oder Magnesiumcitrat, die in höheren Dosen abführend wirken können. Für Menschen mit empfindlichem Magen ist Bisglycinat daher die beste Wahl.
Hilft Magnesium beim Schlafen?
Magnesium kann den Schlaf unterstützen, indem es die neuromuskuläre Erregbarkeit dämpft und beruhigend wirkt. Besonders Magnesiumbisglycinat ist hier interessant, weil das enthaltene Glycin eine zusätzliche schlaffördernde Wirkung hat. Abends eingenommen unterstützt Magnesium daher Entspannung und Einschlafen, ersetzt aber keine gesunde Schlafhygiene und ist kein Schlafmittel.
Fazit
Welches Magnesium das beste ist, hängt vom Ziel ab, aber für die meisten führt kein Weg an Magnesiumbisglycinat vorbei: höchste Verträglichkeit, hohe Bioverfügbarkeit und ein Schlaf-Bonus durch das Glycin. Magnesiumcitrat ist die gute, günstige Alternative für alle mit robustem Magen, ein Komplex die unkomplizierte Rundum-Lösung. Wichtiger als die Marke sind zwei Dinge: auf den elementaren Magnesiumgehalt achten und nicht dem Irrtum aufsitzen, dass höher dosiert automatisch besser sei. Viele Präparate sind überdosiert, die passende Menge in guter Form schlägt die Maximaldosis.
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